Raus aus der Sackgasse

Angenommen, man bucht einen Plätzchen-Backkurs, weil man denkt, dort könnte einem vielleicht wieder mehr Lust auf das Produkt gemacht werden, das einen jüngst so zur Weißglut gebracht hat; angenommen, man wähnt den angegebenen Ort mangels Unaufmerksamkeit für etwa ein Viertelstündchen von der Heimat entfernt; angenommen, man findet am Tag vor dem Termin heraus, dass es sich um einen gleichnamigen Ort rund 80 Kilometer entfernt handelt; weiter angenommen, man startet trotzdem noch frühzeitig und lernt dann, dass Darmstadt zur Rushhour so ziemlich das Letzte ist, was man kennenlernen möchte; und schließlich angenommen, man fegt nach eindreiviertel Stunden endlich mit überhöhter Geschwindigkeit und laut schreiend in den hintersten Odenwaldwinkel und wird gleich am Ortseingang von einem Sackgassen-Schild begrüßt – dann, meine Lieben, muss ein Plätzchen-Backkurs schon verdammt gut sein! Weiterlesen

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Relativitäts-Praxis

„Bald ist Niko-la-haus-Aa-bend daaaa…“ – Der Ehemann sagt ja immer, der Begriff „bald“ sei relativ und summt diese Zeilen manchmal schon deutlich früher als im Oktober. Aber jetzt muss man ja mal feststellen: In ziemlich genau acht Wochen beginnt die Adventszeit. Und ich bin dieses Jahr bestens darauf vorbereitet. Weil ich eine Art Probelauf mit dreierlei Cookies und Keksen hinter mir habe. Nicht als Probelauf geplant zwar, aber durchaus erfolgreich. Das beste daran: Ein Großteil der übrig gebliebenen Zutaten vom vergangenen Jahr ist jetzt auch endlich weg.

Darunter unter anderem ein Plätzchenteig, der dermaßen überdimensioniert war, dass ich 2016 nur die Hälfte davon verbacken und die andere eingefroren hatte. Fast ein Jahr lang ist mir der eingeschweißte Klumpen jetzt immer wieder entgegen gekommen, wann immer ich das Gefrierfach geöffnet habe. Weiterlesen

Das macht dann Zwei-Törtchen-Fünfzig

 

Die Kinder von J. haben sich auf einen Handel mit mir eingelassen: Sie putzen mein verdrecktes Fahrrad, ich backe ihnen etwas zur Bezahlung. Das heißt, eigentlich hatten sie die Wahl. Ich hätte auch bares Geld für die Arbeit bezahlt, aber weil ich weiß, dass J.s Kinder von ihren Eltern früh an die Freuden und Genüsse von gutem Essen herangeführt wurden, habe ich ihnen auch die Währung „Gebackenes“ angeboten. Und sie haben sich für Gebackenes entschieden. Tolle Kinder! Weiterlesen

Die Vitaminbombe

Schluss mit den Früchten, der Herbst kommt! Zugegeben, auch der Herbst hat noch so das eine oder andere Obst zu bieten.  Aber ich sag’s ja immer wieder gern: Äpfel sind nicht meins – und Birnen, Zwetschgen und Trauben finde ich auch höchstens semi-interessant. Wenn überhaupt herbstliche Gewächse, dann doch lieber Gemüse. Mit dem lässt sich schließlich auch backen. Quiche und Tarte – und Schokokuchen! Weiterlesen

Weekender

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Wie konnte das passieren? Ich bin ein bisschen hinterher! Die pragmatische Lösung ist jetzt einfach mal, Brot, Safranküchelchen in vielen Größen, Brownies, Cheesecake-Pumpkin-Cupcakes und Schoko-Shortbread der vergangenen Wochenenden in einen Post zu packen, keine große Geschichte drum herum zu machen und stattdessen nur mal kurz festhalten: Weiterlesen

Blitz the Cake?

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Vorweg gesagt: Ich backe nicht, weil es schnell gehen muss. Ich brauche auch keine Rezepte für Chaos-Queens und mit wenigen Zutaten. Und „zu lange Schuhe geshoppt“, so dass ein „fixer Kuchen-Notfallplan“ her müsste, passiert mir auch nicht – sowohl für das eine wie für das andere nehme ich mir immer ausreichend Zeit.

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Ausgesucht habe ich das Rezept für den Blitz-Butterkuchen nur, weil da acht Eier reinkommen. Aufgrund meiner bekanntermaßen nicht so optimalen Vorratshaltung lagerten bei mir nämlich inzwischen bereits 19 Stück. Aber da geht es doch schon los: Was ist das denn für ein Notfall-Rezept? Wer auf die Schnelle Kuchen backen will, weil er, wie die „Lecker-Bakery“-Redaktion in dieser Strecke schreibt, „noch Zeit fürs Nägellackieren“ braucht, keinen Bock auf Rühren hat und aufs Abwaschen schon gar nicht, der hat doch bitteschön weder acht Eier daheim noch mindestens zwei Päckchen Butter oder Mandelstifte. Ach was, der hat doch überhaupt keine Lust auf Backen. Weiterlesen

Flagge, Flagge Kuchen

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Ich zitiere mal: „Die Rezepte sind im Wesentlichen amerikanisch, wurden aber von mir etwas bearbeitet und an unsere europäischen Geschmackgewohnheiten angepasst – das heißt, der Geschmack ist etwas konzentrierter und die Zuckermengen sind reduziert worden.“

Ach!

Dann wüsste ich aber mal gern, wie viel Zucker ursprünglich in diese Frischkäse-Crème hineinkommen. Weiterlesen

Schlicht und einfach

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Ein Hoch auf die Gegensätze: Nach dem ganzen Törtchengedöns war mir mal wieder nach etwas ganz einfachem. Und weil sowieso ein Picknick anstand und sich Sahne- und Schokotorten da ja weniger eignen, habe ich mich auf einen Blechkuchen besonnen, der immer viel Lob und Anerkennung bringt. Erschütternd viel Lob und Anerkennung sogar angesichts der Tatsache, dass es sich einfach um ein paar Streusel und Aprikosen handelt. Weiterlesen