Meine Monster

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In welcher perfekten Welt klappt das eigentlich, dass am Sonntag Morgen frisch Gebackenes auf dem Tisch steht?  Hefeteig am Vorabend zubereiten, über Nacht gehen lassen, am Sonntag Morgen geschwind verarbeiten und frisch auf den Tisch bringen, während sich Kaffee- mit Gebäckduft vereint. Hach, das hört sich gut an. Nur nicht, wenn man mit Hefeteig auf Kriegsfuß steht, wie ich.

Am Vorabend geknetet, über Nacht gehen gelassen und am Sonntag das hier vorgefunden:

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Nicht das erste Mal, dass die Hefe Dinge tut, die ich nicht von ihr verlangt habe. Oder eben nicht tut, was ich von ihr erwarte. Um nicht gleich aufzugeben, habe ich den Batzen dann noch zu sechs Brötchen geeiert und aufgebacken – die Hoffnung, irgendwas Selbstgemachtes zum Frühstück zu servieren, war noch nicht ganz verraucht. Das Ergebnis sah zwar ganz hübsch aus, schmeckte aber nach alkoholisch Vergorenem. Also doch für die Tonne. Oder die Nilgänse am Main.

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Versuch Nummer 2 war erfolgreicher in der Herstellung, mal abgesehen davon, dass die „Große Schnecke“ aus der aktuellen „Lecker“ am Ende eher wie eine Monsterschnecke aussah. Und wie schon vergangenes Wochenende stimmte erneut das Verhältnis von Teig zu Füllung nicht. Leute, wer entwickelt denn diese Rezepte des Überflusses? Wenn ich eine Schnecke backe, ob Monster oder nicht, will ich doch keinen Nussbrei.

Wenigstens hat das andere, das eigentliche Werk des Wochenendes hingehauen. Das war ein Blueberry Cheesecake nach dem Rezept von Junior’s in Brooklyn. Die Herstellung ist etwas aufwendiger als der übliche New York Cheesecake mit Bröselboden, weil bei bei Junior’s ein Sponge Cake, also ein luftiger Biskuitboden die Unterlage bildet.

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Die Mühe war es wert. Frischkäsemasse drauf, Blaubeer-Topping drüber, Nussrand streuen – so muss Cheesecake.

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