Drum prüfe, wer sich ewig bindet…

Seit gestern also Ehe für alle – feine Sache das. So eine Verbindung ist ja per se etwas, wo jeder etwas gibt und dafür was bekommt. Jeder spielt seine Rolle, übernimmt seinen Part, sorgt für seinen Teil. Und wenn das alles passt, dann hält das. Weiterlesen

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Wahl-Wochenende

Briefwahl – zwei Kreuzchen gemacht – Check. Deutlich schwieriger als das war die Entscheidung, was dieses Wochenende gebacken wird. Ganz nach dem Motto Erst- und Zweitstimme sind es da dann auch zwei Kuchen geworden. Um ganz genau zu sein, eigentlich drei: Die Tarte mit Zwetschgen war schon gesetzt. Listenplatz quasi. Weil die Entscheidung zwischen Mohn- und Käsekuchen aber nicht so einfach zu treffen war, hab ich einfach beides zusammengepackt. Also neue Partei gegründet. Weiterlesen

Keks-Fango

„Na, wie geht’s dir?“ hatte H. am Telefon gefragt. „Oach ja…,“ hatte ich geantwortet. „Stress…“ Und mich noch in der gleichen Sekunde darüber geärgert. Stress! Was für eine dämliche Antwort . Natürlich habe ich zurzeit viel zu tun. Natürlich, im Herbst ist immer viel zu tun. Aber dieses Seufzen und Jammern – das will doch keiner hören! Will ich nicht von anderen hören. Wollen die nicht von mir. Stress! Meine Güte, ist ja nicht so, dass ich keine Freizeit mehr hätte. Völlig zurecht hat H. auf diesen Aussetzer entgegnet: „Aber du hast doch so ein schönes Hobby, das muss doch für Entspannung sorgen…!?“ Womit er natürlich absolut recht hat. Weiterlesen

Tarte macht erfinderisch

Im Urlaub gewesen, heimgekommen, gebacken. So ist’s ja immer bei mir. Erst im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass das Brioche jüngst ja so eine Art Übung für die Ferien war: Und so viel besser waren die Originale in Frankreich auch nicht… Okay, gelogen. Ich habe in Frankreich zwar so einiges, aber kein Brioche probiert.

Auch nicht probiert habe ich die vielen Tartes au citron. Aber irgendwie bald gewusst, dass ich da zu Hause mal ran muss. Nicht zuletzt, weil ja jüngst diese US-Variation mit der gezuckerten Kondensmilch so gut geklappt hatte.

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Abnehmende Abnehmer

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Zum Jahresanfang häufen sich in meinem sozialen Umfeld die Aussagen à la „Ich will im Januar nichts Süßes essen“ oder „Ich muss mal bisschen Pause einlegen“. Das hat mich kurzfristig ein wenigs aus dem Konzept gebracht, hatte ich doch zum Zeitpunkt dieser Aussagen bereits die erste Apfel-Pie gebacken und überhaupt gar keinen Gedanken an Pausen verschwendet.

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Wie auch. Das Gefrierfach war voll: Eingefrorener Pie-Teig, eingefrorene Apfelspalten. Wie jedes Jahr sind auch viel zu viele Nüsse, Mandeln und Schokolade von der Weihnachtsbäckerei übrig – das muss doch alles raus! Bis Februar kann ich damit nicht warten. Schließlich droht dann mit der nahenden Fastenzeit schon der nächste Abnehmerstreik. Weiterlesen

Väterchen Kirsch

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Nach Plätzchen und Geschenken aus der Küche ist mein Backjahr meistens beendet. Die Feiertage verbringe ich in der Regel in den Haushalten anderer Leute. Und wenn ich dort selbst tätig zu werden habe, dann will normalerweise keiner Kuchen von mir.

Nun sprach das alte Väterchen aber in diesem Jahr zu mir, nachdem es ein paar Tortenbilder gesehen hatte: „Vielleicht machst du mir ja mal eine Schwarzwälder-Kirsch-Torte. Das ist nämlich meine Lieblingstorte!“ Weiterlesen

No Star ist born

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Das mit den Plätzchen, das ist einfach nicht mein Ding. Die diesjährige Produktion ist abgeschlossen, fünf Sorten sind ja auch nicht so schlecht. Aber mehr werden es definitiv nicht werden.

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Dabei muss ich zugegeben, dass ich immerhin stolz auf meine Zimtsterne bin: Viele Jahre lang hat mich der Gatte ausdrücklich aufgefordert, ihm doch mal Zimtsterne zu backen; viele Jahre lang habe ich das einfach abgelehnt. Begründung: Zu schwierig, klappt eh nicht. Weiterlesen

Gute alte Zeit

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Sieht aus, als ob er so aussehen sollte, oder? Tatsächlich war mal wieder viel zu wenig Teig da, um dem Mann seinen Wunsch nach einem Gitter auf dem Apfelkuchen zu erfüllen. Aus vier möglichen Varianten hatte er sich für die ganz klassische entschieden aus diesem ganz klassischen Buch mit seinen ausschließlich klassischen Rezepten.

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Im Ernst, beim Durchblättern war ich nicht zum ersten Mal erstaunt, dass das Teil trotz all meiner  modernen, fancy All-american-cupcake-cakepop-brownie-smores-tarte-creamdings-Backbüchern immer noch etwas zu bieten hat. Aber es kann wahrlich mithalten. Unter anderem beim Apfelkuchen. Weiterlesen

Der Einfachheit halber

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Die einfachen Sachen sind ja oft die Besten, heißt es immer. Und für den Kuchenesser mag das auch stimmen. Für mich als Kuchenbäcker dagegen sind die einfachen Sachen oft auch die langweiligsten. Ich gebe zu: Dieser Aprikosen-Crumble schmeckt wirklich hervorragend. Aber irgendwie frustriert es mich, dass ein Kuchen, der sogar aus noch weniger Zutaten besteht, wie jüngst der mallorquinischer Mandelkuchen, praktisch auch der ist, für den ich immer und immer wieder am meisten Lob bekomme. Da arbeitet man sich an luftigen Teigen ab, experimentiert mit Buttercrème und Spritztechnik – und dann jubeln alle über Aprikosen mit Streuseln. Weiterlesen