Kinderkram

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Vor geraumer Weile hat mich Annik von Kinderwahnsinn gefragt, ob ich Lust hätte, einen Gastbeitrag für ihren Blog zu schreiben. Ich hatte ihr erzählt, dass ich ja gern für all die Eltern da draußen backen würde, die selbst keine Lust oder kein Talent dafür haben, aber trotzdem dauernd irgendwo irgendwas abliefern müssen. Und für die es darum in erster Linie schnell und einfach gehen muss.

Was mir dazu eingefallen ist? Gibt es heute hier und natürlich auf Kinderwahnsinn.com.

Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich schon bald meine Zweifel bekam: Will ich wirklich und wahrhaftig für all die Eltern da draußen backen, die keine Lust oder kein Talent haben? Wahrscheinlich eher nicht…

Warum? Weil Kuchen, den Kinder mögen, nicht gerade meinen Ansprüchen genügt. Kinder, so ergab jedenfalls meine Feldforschung, wollen es schlicht und bunt. Mit bunt könnte ich ja leben. Aber schlicht fällt mir wirklich schwer. Weiterlesen

Mogelpackung

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Es lässt sich nicht bestreiten: Verpackungspsychologie wirkt bei mir. Fast wie klassische Konditionierung: Reiz – und Zack.

Aber darf ich damit rechtfertigen, dass ich trotz grundsätzlicher Ablehnung gegenüber Backmischungen doch relativ oft welche verarbeite? Kann ich mich damit verteidigen, dass ich die Dinger ja nicht bewusst erwerbe, sondern sie immer irgendwie „von alleine“ ins Haus kommen? Als Geschenk zum Beispiel oder als Teil der Abo-Box von Foodist? Ist es eine Entschuldigung, dass ich beim Anblick von in Weckflaschen abgefüllter Mehl-Kakao-Mischung nicht mehr darüber nachdenke, ob das unter meiner Würde ist? Oder dass der Begriff „gooey“ im Zusammenhang mit Brownies bei mir ähnlichen Speichelfluss auslöst wie das Glöckchen beim pawlowschen Hund? Weiterlesen

Abnehmende Abnehmer

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Zum Jahresanfang häufen sich in meinem sozialen Umfeld die Aussagen à la „Ich will im Januar nichts Süßes essen“ oder „Ich muss mal bisschen Pause einlegen“. Das hat mich kurzfristig ein wenigs aus dem Konzept gebracht, hatte ich doch zum Zeitpunkt dieser Aussagen bereits die erste Apfel-Pie gebacken und überhaupt gar keinen Gedanken an Pausen verschwendet.

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Wie auch. Das Gefrierfach war voll: Eingefrorener Pie-Teig, eingefrorene Apfelspalten. Wie jedes Jahr sind auch viel zu viele Nüsse, Mandeln und Schokolade von der Weihnachtsbäckerei übrig – das muss doch alles raus! Bis Februar kann ich damit nicht warten. Schließlich droht dann mit der nahenden Fastenzeit schon der nächste Abnehmerstreik. Weiterlesen

Sweet Sugar Brown

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Das wäre ja nun der Tag, an dem man das Jahr Revue passieren lässt. Bezogen auf’s Backen ist das schnell erledigt: Ich glaube, so viel Output war noch nie. Meine persönlichen Highlights dabei: Zum einen sicherlich die zahlreichen und schließlich erfolgreichen Versuche, eine Pie herzustellen, die nicht durchweicht. Zum anderen die sommerliche Torte mit Beeren, die einfach richtig gut aussah. Und natürlich der Abend mit dem Cake Boss, dessen Rat zum stetigen Üben ich allerdings noch nicht so nachgekommen bin, wie ich eigentlich vorhatte.

Aber man braucht ja auch noch Ziele für das nächste Jahr. Weiterlesen

Väterchen Kirsch

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Nach Plätzchen und Geschenken aus der Küche ist mein Backjahr meistens beendet. Die Feiertage verbringe ich in der Regel in den Haushalten anderer Leute. Und wenn ich dort selbst tätig zu werden habe, dann will normalerweise keiner Kuchen von mir.

Nun sprach das alte Väterchen aber in diesem Jahr zu mir, nachdem es ein paar Tortenbilder gesehen hatte: „Vielleicht machst du mir ja mal eine Schwarzwälder-Kirsch-Torte. Das ist nämlich meine Lieblingstorte!“ Weiterlesen

Das verbraucht sich!

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Wovon ich im Gegensatz zum Plätzchenbacken nie genug bekomme, sind „Geschenke aus der Küche“. Ich liebe Geschenke aus der Küche! Sobald die erste Zeitschrift Anfang Dezember mit dem Begriff aufmacht, schlage ich zu. Zwar wundert es mich jedes Jahr wieder, wie oft darin Küchengeschenke aufgelistet sind, die entweder nur wenige Tage haltbar sind, oder wenigstens vier Wochen in irgendwelchen dunklen Kellern durchziehen sollen, bevor sie verschenkbar sind. Aber am Ende findet sich immer etwas Brauchbares. Schnaps, Marmelade, Konfekt – ich bin dabei! Weiterlesen

No Star ist born

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Das mit den Plätzchen, das ist einfach nicht mein Ding. Die diesjährige Produktion ist abgeschlossen, fünf Sorten sind ja auch nicht so schlecht. Aber mehr werden es definitiv nicht werden.

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Dabei muss ich zugegeben, dass ich immerhin stolz auf meine Zimtsterne bin: Viele Jahre lang hat mich der Gatte ausdrücklich aufgefordert, ihm doch mal Zimtsterne zu backen; viele Jahre lang habe ich das einfach abgelehnt. Begründung: Zu schwierig, klappt eh nicht. Weiterlesen

Awengala mehr

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Na das war ja mal ein Schätzchen! Es lag noch ein 300-Gramm-Päckchen Frischkäse im Kühlschrank und außerdem warteten mehrere angebrochene Tüten der verschiedensten Kekse in der Vorratskammer auf Verwendung in einem Krümelboden. Was mich auf die Idee brachte, mal wieder einen New York Cheesecake zu backen. Und weil P. von Leila Lindholms Grundrezept für Cheesecake schwärmte, war die Frage nach dem Rezept auch schnell geklärt.

Was ich allerdings kurzzeitig verdrängt hatte: Wenn Leila Lindholm backt, wirds üppig. Wo andere Vorschläge für fettreduzierte Varianten machen, kommt bei ihr noch ein Pfund Sahne oben drauf. Weiterlesen