Essbarer Kompost

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Da lagen sie vor mir: Ein ziemlich alter, schon leicht schrumpeliger Apfel und zwei Bananen, deren Schale fast gänzlich schwarz geworden war. Eine davon hatte ich mehrere Tage in der Tasche mit mir herum getragen. Zur Arbeit und zurück. Sie sah aber auch nicht anders aus als ihr Pendant in der heimischen Obstschale. Weil ich zugegebenermaßen kein Fan solchen Obstes bin, mir zur Zeit aber verschärft Mühe gebe, keine Lebensmittel wegzuwerfen, lag ein Banana Bread nahe. Und zwar eines mit Apfel. Weiterlesen

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Dringlicher Apfel

Ein neues, besseres Antennenkabel hat es seit geraumer Zeit möglich gemacht, dass ich den TV-Sender TLC wieder empfangen kann. „Ti El was?“ TLC, ein Nischensender, auf dem man im Wesentlichen Amerikanerinnen beim Kauf ihrer 5000-Dollar-Brautkleider begleiten kann, schwerst Übergewichtige beim Abnehmen anstarrt, einem ganz echten, wahrhaft wahren Medium dabei zuhört, wie es Kontakt mit den Toten aufnimmt – und die Kreationen des Cake Boss bewundert. Der formt aus Massen von Modellierschokolade und Fondant Mega-Torten – ein TV-Format, das mich natürlich interessiert. Und das ich sofort gesucht habe, als das Kabel angeschlossen war.

Gefunden habe ich „Molto bene – Benedetta kocht“. Benedetta ist eine sehr schlanke, flotte Italienerin, die im Augenblick meines Hineinzappens gerade einen ziemlich flüssigen Teig auf Ricottabasis anrührte (Zu sehen in Staffel 2, Folge 21.).

Teig mit Ricotta? Ich war dabei! Weiterlesen

Freestyle

 

Kreativ zu werden beim Backen ist ja in der Regel nicht mein Ding – ich mag Rezepte, ich brauch‘ Rezepte. Obwohl ich mich immer darüber aufrege, wenn es dann nicht klappt. Aber dann kann man es halt auch immer auf jemand anderen schieben. Im Fall meines Jahresauftakts hätte das nicht funktioniert: Ich habe mich ausnahmsweise für Freestyle entschieden. Und bin dabei nicht auf die Schnauze gefallen. Weiterlesen

Sweet Love

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Und plötzlich stand der Blumenbote vor der Tür! Ziemlich unerwartet, denn bis zum 14. Februar waren es noch ein paar Tage. Überraschung gelungen, würde ich sagen!

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Wie gut, dass ich auch schon halbwegs vorbereitet war auf eine Herzensgabe. Die hat dieses Mal allerdings mehr mit einem gelegentlichen Bedürfniss nach DIY zu tun. Ja, manchmal, wenn auch selten, überkommt es auch mich und dann schiebe ich Mehl- und Zuckersäcke beiseite, um schnell irgendetwas zusammenzubasteln. Weiterlesen

Abnehmende Abnehmer

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Zum Jahresanfang häufen sich in meinem sozialen Umfeld die Aussagen à la „Ich will im Januar nichts Süßes essen“ oder „Ich muss mal bisschen Pause einlegen“. Das hat mich kurzfristig ein wenigs aus dem Konzept gebracht, hatte ich doch zum Zeitpunkt dieser Aussagen bereits die erste Apfel-Pie gebacken und überhaupt gar keinen Gedanken an Pausen verschwendet.

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Wie auch. Das Gefrierfach war voll: Eingefrorener Pie-Teig, eingefrorene Apfelspalten. Wie jedes Jahr sind auch viel zu viele Nüsse, Mandeln und Schokolade von der Weihnachtsbäckerei übrig – das muss doch alles raus! Bis Februar kann ich damit nicht warten. Schließlich droht dann mit der nahenden Fastenzeit schon der nächste Abnehmerstreik. Weiterlesen

Das verbraucht sich!

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Wovon ich im Gegensatz zum Plätzchenbacken nie genug bekomme, sind „Geschenke aus der Küche“. Ich liebe Geschenke aus der Küche! Sobald die erste Zeitschrift Anfang Dezember mit dem Begriff aufmacht, schlage ich zu. Zwar wundert es mich jedes Jahr wieder, wie oft darin Küchengeschenke aufgelistet sind, die entweder nur wenige Tage haltbar sind, oder wenigstens vier Wochen in irgendwelchen dunklen Kellern durchziehen sollen, bevor sie verschenkbar sind. Aber am Ende findet sich immer etwas Brauchbares. Schnaps, Marmelade, Konfekt – ich bin dabei! Weiterlesen

A Kilo a day

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Wenn eines Tages die sehr sehr nette Nachbarin vor der Tür steht und einem einen Sack mit mindestens 5 Kilo Äpfeln aus dem Schrebergarten in die Hand drückt – dann nützt es natürlich gar nichts, kein großer Apfelfan zu sein. Die Früchte müssen wegverarbeitet werden, ist ja klar.

Zum Wegverarbeiten mussten sie allerdings erst einmal transportiert werden. Denn das Leben an verschiedenen Orten bringt es mit sich, dass man Küchen zum mal eben schnelle Sachen kochen hat, und Küchen, in denen wegverarbeitet wird. Mit Geräten. Und Gläsern und Flaschen und Backformen. Und Stauraum.

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Was man beim Transportieren übrigens auch als Nicht-Apfelfreund lernt: So ein paar Kilo Äpfel neben deinen Füßen bringen richtig gutes Aroma in den ICE. Weiterlesen

Einen Strauss Äpfel, bitte!

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Im 21. Jahrhundert müsse man nicht mehr nachhause und für seinen Ehemann kochen, hat A. mir und K. erklärt. Die Zeiten seien schon lange vorbei, falls wir das nicht mitbekommen hätten. K. und ich kochen aber ganz gern für unsere Männer. Weil wir gern kochen – nicht weil wir es müssen.

Also bin ich trotz der eindringlichen Aufklärung A.s heimgefahren und habe für B. gekocht. Und gleich noch gebacken.

„Sie mag ja keine Äpfel“ hatte der erst vor wenigen Tagen zur besten Schwiegermutter der Welt gesagt.

Stimmt, ich kann mit Äpfeln nicht viel anfangen. Langweilig finde ich sie. Beim Reinbeißen kein schönes Gefühl. Geschmack zu oft zu sauer. Obst als solches, unerotisch, unspannend. (Und komm mir jetzt bloß keiner mit Adam und Eva. Ich hätte bestimmt niemanden dazu gezwungen, außgerechnet in einen Apfel zu beißen.)  Weiterlesen