Grün, grün, grün sind alle meine Kuchen

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Pandan-Kuchen – ich hatte Tage gebraucht, bis ich mir den Namen merken konnte. Mehrfach musste ich M., die mir vergangenes Jahr ein Stück aus Singapur mitgebracht hatte, erneut danach fragen. Pan-wie? Pandan! Und als ich den Begriff als solchen endlich gespeichert hatte, habe ich ihn in dieser Hirnschublade abgelegt, in der all diese köstlichen Dinge aus fernen Ländern lagern, die man eben nur im Urlaub bekommen kann. Oder, wenn M. wieder mal aus Singapur anreist. 

Warum Pandan-Kuchen vergangene Woche dann doch aus der hinteren Ablage nach vorne ins Fach „müsste man doch auch selbst machen können“ gerutscht ist? Weil ich irgendwo im Netz über den Hinweis gestolpert bin, dass es in hiesigen Asialäden Pandanblätter zu kaufen gäbe.

Pandanblätter? Da war doch was…

Es ist nicht schwer, Rezepte für Pandan Chiffon Cake zu finden, hier wäre eines davon, an dem ich mich für den Anfang versucht habe. Seinen Ursprung hat der Kuchen wohl in Malaysia und Indonesien. Ein Extrakt aus den Blättern herzustellen, wenn man kein künstliches Aroma nehmen möchte, ist super-simpel. Sie werden einfach mit etwas Flüssigkeit geschreddert und dann durchs Sieb gepresst!

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Im Grunde genommen ist der Kuchen ein ganz normaler Biskuitteig, der einfach nur grasgrün daherkommt. Und es kommt Kokosmilch rein. Aber der Geschmack! Ich kann das gar nicht beschreiben, wie es schmeckt. Ich konnte mich ja noch nicht mal wirklich daran erinnern, wie das von M. geschenkte Stück geschmeckt hatte. Anders als alles, was ich kannte. Gut! Köstlich!

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Ehrlich gesagt hatte ich sogar große Zweifel, ob das alles so seine Richtigkeit hat, bevor ich das Teil nicht aus dem Ofen hatte: Denn die grüne Brühe, die man aus den geschredderten Blättern rausfiltert, riecht eigentlich nur so, als hätte man im Park eine Handvoll Blätter von den Bäumen gerupft und zwischen den Fingern zerrieben: nach Blatt halt. Grün. Unspektakulär. Gesund vielleicht.

Aber nach dem Backen kommt da dieser Duft aus der Röhre. Anders. Gut! Köstlich!

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Kollege H. sagt, es rieche so, wie bei seinem Chinesen. Er hätte das immer für Reis gehalten. Tatsächlich haben wir via Wikipedia inzwischen gelernt, dass „Pandanblätter bei der Zubereitung weniger hochwertiger Reissorten verwendet“ würde. Ja so – H.s Chinese arbeitet vielleicht nicht gerade mit dem besten Reis, oder was…?

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Ein Vorwurf, den ich mir für meinen Kuchen jedenfalls nicht machen muss. Alles Bio, zumindest was Eier und Kokosmilch angeht. Leider ist mir der Pandan Chiffon nach dem Backen zusammengefallen und zur Hälfte etwas klitschig geworden – aber ich mag Klitsch. Und beim nächsten Versuch werde ich dieses Rezept hier befolgen, vielleicht klappt es dann noch besser. Auch denke ich schon über eine Art Pandan-Rolle nach. Mit Erdbeeren könnte das gut funktionieren oder auch mit Mango.

Gut, dass noch eine Packung Blätter im Kühlschrank liegt.

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