Coming home from strawberry fields

imageWann war ich eigentlich das letzte Mal auf einem Erdbeerfeld? Es muss Jahrzehnte her sein. Aber jedes Jahr, wenn J. vom Familienausflug zum Selbstpflücken erzählt und von 18 Kilo Erdbeeren und dem Happening beim Einkochen (Okay, das hat sie nie gesagt, ich stelle mir nur vor, dass man mit 18 Kilo Erdbeeren mindestens ein Happening feiert..), dann denke ich: Geh doch auch mal aufs Feld!

Dieses Jahr haben es K. und ich endlich durchgezogen. Ich hatte schon in der Woche zuvor einen New-York-Cheesecake mit Erdbeer-Haube nach Juniors fabriziert, auf einem schnellen Keksboden statt des eigentlichen Biskuits allerdings.

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Was ich dabei übersehen hatte: Das Keksboden-Rezept war eines für einen Untergrund, der gar nicht mehr gebacken werden muss. Kippt man Käsemasse darüber und schiebt ihn für mehr als eine Stunde in den Ofen, dann verabschiedet sich die Butter zum Teil wieder von den Kekskrümeln. Interessant dabei: Nach dem Anschneiden offenbarte sich am Boden so eine Sabsche, süßlich und gar nicht übel: Offenbar wurde aus Butter und dem Kekszucker eine Art Sirup. So jedenfalls erkläre ich mir die dünne Brühe, die da austrat.

Sirup? Ein gutes Wort! Noch besser klingt aber Erdbeersirup, zu dem ich den ersten Teil der vier Kilo selbst gepflückten Beeren vom Feld verarbeitet habe. Hatte ich jüngst mal auf Essen & Trinken gesehen und wollte das ausprobieren. Ausnahmsweise hatte ich das Rezept, so kurz es ist, zuvor auch mal genau gelesen, und wusste, dass ich ein Mulltuch oder ähnliches dazu benötige.

Ich habe ja viel, aber Mulltücher gehörten bislang nicht zum Haushalt. Die Netzrecherche ergab, dass Baby-Mullwindeln aus dem Drogeriemarkt das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Das hatten andere allerdings wohl auch schon herausgefunden, denn ich stand natürlich wieder vor einem leeren Fach. Habe mich dann für die 25×25-Zentimeter-Variante sogenannter Mullwaschlappen entschieden, alles Bio natürlich. Zwei davon im Sieb ausgelegt taten wie gehofft genauso gute Dienste beim Abseihen über Nacht.

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Die nächste Portion Erdbeeren wanderte dann auf den restlichen Keksboden, den ich aus der übrigen Krümelmasse vom Käsekuchen gemacht und in weiser Voraussicht eingefroren hatte. Mit Joghurt-Buttermilch-Masse übergossen – und natürlich mit zusätzlichem Erdbeersirup serviert! – ergab das ein Tarte-Dessert, das bei aller Schlichtheit ziemlich was hermacht.

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Und dann natürlich Marmelade. Der Witz ist: Eigentlich essen wir kaum Marmelade. Das ist auch der Grund, warum ich bislang höchstens zweimal im Leben überhaupt Obst zu Gelee eingekocht habe. Mit den gelegentlich geschenkten Gläsern von J. und anderen Freunden kommen wir im Grunde gut übers Jahr. Heißt: Mit den sechs Gläsern, die ich jetzt habe, kommen wir vermutlich gut über viele Jahre.

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Aber ich muss zugeben, das Verarbeiten der selbst geernteten Früchte hat solchen Spaß gemacht, und der Blick in die Vorratskammer gefällt mir so gut, dass ich am liebsten bald wieder aufs Feld möchte.

Gottchen! Hat mich jetzt auch dieses Landlust-Syndrom erwischt???

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4 Gedanken zu “Coming home from strawberry fields

  1. Das sieht wirklich köstlich aus!
    Das werde ich bestimmt bald testen :)!
    Ich würde mich riesig freuen, wenn du bei mir vorbei schaust :)!
    Liebe Grüße Carla!

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