Rosebud

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So Leute, ich hab da mal ein bisschen geübt – diesmal aber wirklich und die zu sehenden Objekte sind auch tatsächlich mein Werk. Unschwer zu erkennen an der mangelhaften handwerklichen wie geometrischen Ausführung. Aaaber: Stolz bin ich trotzdem. Besonders die minimal andere Rosentechnik, die ich in diesem Cupcake-Dekokurs gelernt habe, war es schon wert, vier Stunden dieses herrlichen Sonntags in der Frankfurter Genussakademie zu verbringen. Angemeldet hatte ich mich da noch zu einem Zeitpunkt, zu dem es so aussah, als ob ich K.s Hochzeitstorte backen würde. Aber auch ohne offiziellen Tortenauftrag gab es hier viele kleine, feine und extrem hilfreiche Tipps. Lernen vom Profi – das hilft.

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Zunächst mal habe ich die definitive Bestätigung, dass man dieses Plastikbesteck zum Modellieren nicht wirklich braucht. Messer, Lineal, dünner Pinsel und Zahnstocher („Best Werkzeug uberhaupt“, hat die entzückende kanadische Kursleiterin Ewa Feix gesagt.), das war alles. Gut, vielleicht werden andere Geräte irgendwann für aufwendigere Designs doch noch notwendig. Aber für den Anfang tut es das Einfache. Zum Zahnstocher hatte ich bei meinen ersten Anfängen ja auch schon intuitiv gegriffen. Und mein gutes Fischmesser wird also weiter in Gebrauch bleiben.

Dann das Rätsel Blütenpaste. Was ist das? Wo ist der Unterschied zu Fondant? Muss ich das haben? Ja, muss ich. Eignet sich nämlich viel besser zum Modellieren, trocknet nur deutlich schneller aus als Fondant. Wir haben beides im Verhältnis 1:1 gemischt und daraus alle Dekoelemente gemacht.

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So sah das dann nach drei Stunden aus. Ein wenig ist mein Weltbild natürlich ins Wanken geraten, als ich kapiert habe, dass die Hortensienblüten einfach in einen Stempel gedrückt werden. Und ich dachte immer, der kunstvolle Umgang mit dem Fischmesser könnte irgendwann dazu führen… Na gut, stempeln ist wirklich einfacher.

Auch interessant dann der Teil, in dem wir so genanntes Royal Icing hergestellt haben. Dieses Produkt wird nie nicht mein Freund werden, wenngleich die Zubereitung aus Eiweißpulver, Wasser, Puderzucker, Glukosesirup und Zitronensaft noch einen gewissen Spaßfaktor hatte. Aber während ich mit dem Zahnstocher wirklich gut umgehen kann, liegt mir der Spritzbeutel halt überhaupt nicht.

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Wenig Freude kommt bei dem Gedanken auf, dass ein Biss in diese Cupcakes bedeutet, durch etwa 0,5 Zentimeter dickes Fondant zu müssen. Dünner geht aber nicht, sagt Ewa, sonst gibt’s keine Kuppel. Unter der ist übrigens Buttercrème und davon gerade so viel, dass sie nicht rausquillt, wenn der Deckel druff kommt. Eine heikle Angelegenheit, die damit beginnt, dass man mit den Fingerchen versucht, einen sehr dünnen, aber sieben Zentimeter hohen Turm aus Buttercrème aufzuschichten, um dann mit Hilfe der Schwerkraft den Deckel nach unten sinken zu lassen. Im besten Fall kann man jetzt eine Kuppel formen. Im schlechtesten: kommt Matschepampe an allen Seiten raus.

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Danach wird verziert und die Blüten und Schleifchen sehen nicht nur nett aus, sie erweisen sich auch als äußerst praktisch, um zu vertuschen, dass man nicht eine gerade Linie gezogen und auch sonst viel gekleckert hat. Was meine wunderschöne Rose in dem seltsamen Spinnennetz verloren hat – das bleibt ein Rätsel des Nachmittags.

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6 Gedanken zu “Rosebud

    • Dankeschön! Einen Versuch ist es sicher Wert, andererseits: Wenns eine Profikonditorin nicht anders hinbekommt? Am Ende war es eigentlich gerade richtig vom Verhältnis Creme zu Teig. Und sogar der der dicke Fondant war gut. Callebaut heißt die Marke: Super Qualität.

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